Sicherheitskonzept im Krankenhaus

26.02.2019: Die Vorfälle der vergangenen Wochen haben dazu geführt, die Sicherheitskonzepte in den öffentlichen Gebäuden der Stadt Dornbirn zu überprüfen. Der Vorfall im Krankenhaus der Stadt Dornbirn gestern Abend hat gezeigt, dass die interne Kommunikation und die Alarmierung der Sicherheitskräfte gut funktionieren. Das Team hat rasch und richtig gehandelt – die Polizei war innerhalb weniger Minuten vor Ort.

Neuralgischen Punkte und sensiblen Bereiche wie Einfahrten, Wartezonen oder auch Flure im sehr großem Umfang kameraüberwacht. (c) Lisa Mathis

Im städtischen Krankenhaus werden die neuralgischen Punkte und sensiblen Bereiche wie Einfahrten, Wartezonen oder auch Flure im sehr großem Umfang kameraüberwacht. Zudem verfügen einige Stationen über elektronische Zugangssysteme. Der Zutritt zu den Abteilungen kann damit eingeschränkt werden. Über die Notruftaste am Telefon können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den Portier informieren, der alle weiteren Schritte einleitet. „Der Vorfall gestern hat gezeigt, dass das Sicherheitskonzept mit der Alarmierung hervorragend funktioniert hat. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Krankenhaus haben rasch und richtig reagiert und die sofort eintreffenden Beamten konnten den Mann in Gewahrsam nehmen“, betont Bürgermeisterin Dipl.-Vw. Andrea Kaufmann.

Ein Krankenhaus ist grundsätzlich ein öffentliches und für alle Menschen zugängliches Gebäude. Eine direkte Zugangskontrolle besteht nicht. Der Eingangsbereich sowie das Foyer können von der Portiersloge gut überblickt werden. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern können sich – wie die das Team bei der Patientenanmeldung – hinter ihren Schaltern zurückziehen und schützen. Die Telefone auf allen Abteilungen, sowie im Ambulanz- und Aufnahmebereich sind mit Notfallnummer ausgestattet. Hier wird der Portier erreicht, der die Polizei verständigt sowie im Haus direkt informiert, um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wie auch Patientinnen und Patienten zu schützen.

Weiters ist bei Bedarf ein externer Sicherheitsdienst anwesend. Zusätzlich werden ab 22:00 Uhr die Zugangstüren verschlossen und eine Anmeldung beim Portier mit Klingelruf ist erforderlich. „Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben durch ihre tägliche Arbeit einen engen Kontakt zu Patientinnen und Patienten. Um sie für solche Ausnahmesituationen vorzubereiten, finden im Krankenhaus regelmäßig Schulungen für professionelles Deeskalieren statt“, betont Krankenhausreferent Vizebürgermeister Mag. Martin Ruepp.

Auch die kollegiale Betreuung nach Übergriffen und traumatisierenden Erlebnissen ist Teil des Sicherheitskonzepts. Wobei betroffene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter jederzeit eine Supervision in Anspruch nehmen können. „Die Rückmeldungen aus den persönlichen Gesprächen zeigen, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im städtischen Krankenhaus die Erlebnisse gut verarbeitet haben. Derzeit ist auf allen Stationen normaler Betrieb und das bedeutet, viel Patientenkontakt und bestmögliche Versorgung“, so Bürgermeisterin Dipl.-Vw. Andrea Kaufmann.