MRT ist Standard in der Diagnostik

24.10.2018: MRT ist Standard in der Diagnostik Ohne Radiologie wäre moderne Medizin unvorstellbar, denn die bildgebenden Verfahren, wie die Magnetresonanztomographie – kurz MRT – gehören zu den wichtigsten diagnostischen Hilfsmitteln. Somit ist das MRT-Gerät kein Prestigeobjekt, sondern gehört zur Standardausstattung einer radiologischen Abteilung eines Krankenhauses.

© Lisa Mathis

Das MRT-Gerät ermöglicht Untersuchungen, die ein interdisziplinäres Umfeld benötigen, wie es bei Herzuntersuchungen im Kernspin sowie bei Untersuchungen in Narkose der Fall. Hier arbeiten die medizinischen Bereiche fachübergreifend Hand in Hand, um die radiologische Diagnostik vor allem von Kindern und Jugendlichen angstreduziert und belastungsarm zu ermöglichen. „Neben den entscheidenden Vorteilen für die Patientinnen und Patienten ist das MRT-Gerät essentiell für die Ausbildung des radiologischen Nachwuchses sowie für das Recruiting vom Fachpersonal“, betont Bürgermeisterin Dipl.-Vw. Andrea Kaufmann, „derzeit sind wir auf intensiver Suche, denn auch der Bedarf an MRT-Untersuchungen ist seit der Inbetriebnahme weit höher wie erwartet.“

Radiologie ist eine Spezialdisziplin und ein Arbeiten in einem hochtechnologisierten Umfeld. Die Magnetresonanztomographie (MRT) sorgt mit hochfrequenten elektromagnetischen Wellen und einem extrem starken Magnetfeld für den detailreichen Blick ins Innere des Körpers. Vor allem das Gehirn und Weichteile können mit dieser Methode besonders kontrastreich und differenziert wiedergegeben werden. Es wird bei Untersuchungen des Bewegungsapparates, der weiblichen Brust sowie bei Gefäßerkrankungen, des Herzens sowie bei Krebserkrankungen eingesetzt. „Die bessere Diagnostik sowie ein einfacher Zugang, ohne lange und umständliche Transporte, bedeuten für die Patientinnen und Patienten unseres Krankenhauses erhebliche Vorteile. Damit erfüllt das Krankenhaus der Stadt Dornbirn seinen Versorgungsauftrag“, betont Krankenhausreferent Vizebürgermeister Mag. Martin Ruepp.

Spezialdisziplin erfordert Expertinnen und Experten
Notwendige MRT-Untersuchungen werden derzeit vom Team der Radiologie ausgeführt. „Die derzeitige Personalsituation erfordert eine genaue Planung“, erklärt Primar der Radiologie Michael Küfner, „wir sind intensiv auf Suche nach Fachpersonal, um unser MRT-Gerät so zu betreiben, wie wir es gerne möchten.“ Der Jahresvergleich vor und nach der Installation des MRT-Geräts zeigt eine Steigerung von über 50 Prozent. Durch den höheren Bedarf sowie Langzeitkrankenstände kommt es derzeit zur einer Leistungsanpassung an das vorhandenen Personal. „Wir sind intensiv auf der Suche nach einem zusätzlichen Radiologen sowie zwei Radiologie-Technologen“, betont Krankenhausreferent Vizebürgermeister Mag. Martin Ruepp. Der Bedarf an Fachpersonal ist im Land bekannt. So laufen derzeit Gespräche, ob es möglich sein wird, in Zukunft an der Fachhochschule in Dornbirn wie in anderen Bundesländern das Bachelorstudium für Radiologietechnologin oder -technologe zu absolvieren. Es dauert sechs Semester und schließt mit dem Bachelor of Science in Health Studies sowie mit der Berufsberechtigung ab.