Mit Haut und Haaren

15.10.2018: Schön sein und sich im eigenen Körper wohlfühlen. Für einen Augenblick die Krankheit vergessen dürfen. Während der Chemotherapie ist die richtige Pflege von Haut und Haaren nicht nur aus körperlicher Sicht wichtig. Ein gepflegtes Äußeres trägt viel dazu bei, sich wieder wohlzufühlen und zu genesen. Eine medikamentöse Therapie verläuft nur selten ohne Nebenwirkungen. Dabei sind Haut und Haare meist in Mitleidenschaft gezogen. Um mit den äußerlichen Folgen der Krebserkrankung besser umgehen zu können, bietet der Workshop „Haar- und Kopfhautpflege – jetzt erst recht“ am 30. Oktober 2018 Informationen und Hilfestellungen für Betroffene und Interessierte. Es ist eine Veranstaltung des Dornbirner Brustgesundheitszentrums und des gynäkologisch-onkologischen Zentrums Dornbirn.

© andreaobzerova

Wenn sich das Aussehen verändert. Die Diagnose Krebs und ihre Behandlung bringen große psychische und körperlichen Belastungen und Veränderungen mit sich. Die medikamentöse Therapie zielt darauf ab, schnell wachsende Zellen abzutöten und eine Zellteilung zu verhindern. Nur so kann das Wachstum eines Tumors gebremst werden. Auch eine Strahlentherapie und neue, zielgerichtete Therapien können mit unangenehmen Nebenwirkungen auf die Kopfhaut und Haare einhergehen. Diese äußeren, für alle sichtbaren Veränderungen werden von den Betroffenen als belastend erlebt. „Ihnen hier sanfte Hilfestellungen und Informationen anzubieten ist das Ziel unseres Workshops“, erklärt Silvia Heidenkummer. Die Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin erlebt als Stationsleitung auf der Abteilung Gynäkologie die Sorgen und Ängste der Betroffenen in ihrem Alltag, „auch in schwierigen Zeiten will man sich im Spiegel anlächeln können und sich gepflegt fühlen.“ Hier kann die Aromapflege vor, während und nach einer medikamentösen Chemotherapie wesentlich unterstützen. Gemeinsam mit der Aromakologin Birgit Noeckl stehen an diesen Nachmittag folgende Themen im Mittelpunkt: Was braucht ein Haar um gesund zu wachsen? Wann ist es Zeit die Haare zu kürzen oder glatt zu rasieren? Es ist ein Austausch von Erfahrung und Information. „Wir möchten beraten, behandeln, unterstützen und begleiten“, erklärt DGKP Silvia Heidenkummer.

Netzwerk im Dienst der Frauen
Gemeinsam Lösungen finden, das ist das Ziel von zertifizierten Zentren. Sie ermöglichen durch ihr Netzwerk und ein fächerübergreifendes Denken die beste Behandlung. Am Krankenhaus Dornbirn bestätigt die erfolgreiche Re-Zertifizierung des Brustgesundheitszentrum Dornbirn das hohe Engagement und die gute Zusammenarbeit der Teams, auch über die Landesgrenzen hinaus: So ist Dornbirn affiliierter Partner des „Brustgesundheitszentrum Tirol“ und gehört – gemeinsam mit Schwaz, Lienz, Brixen und Meran – zum größten wissenschaftlichen und medizinischen Netzwerk zur Betreuung von Frauen mit Brustkrebs in Österreich. Ebenso erfolgreich zertifiziert ist das onkologische Krebszentrum sowie das interdisziplinäre Kontinenz- und Beckenbodenzentrum. Damit ist Dornbirn mit der Urologie in Bregenz gemeinsam das erste zertifizierte Zentrum in Vorarlberg bei einer Erkrankung, von der österreichweit 10 Prozent der Menschen betroffen sind. „Diese Vernetzung und die Zusammenarbeit von mehreren Expert-Teams aus verschiedensten Fachrichtungen gibt unsere Patientinnen und Patienten die Sicherheit, dass an dieser zentralen Anlaufstelle für Abklärung und Therapie gemeinsam die Lösung gefunden wird, um die Lebensqualität zu verbessern “, so Bürgermeisterin Dipl.-Vw. Andrea Kaufmann.

Workshop
Jetzt erst recht – Haar- und Kopfhautpflege
 für Betroffene und Interessierte Dienstag
30. Oktober 2018 um 14:30 Uhr Pflegeheim-Saal, Erdgeschoss, Krankenhaus Dornbirn
(ehemaliges Pflegeheim Lustenauerstraße)
Begrüßung DGKP Silvia Heidenkummer
Referentin Aromakologin Birgit Noeckl