Kinderonkologie – Kooperation ist entscheidend

15.03.2019: Bei der Diagnosestellung Krebs beim eigenen Kind möchten die Eltern nur eines: Das Beste für das Kind. Alle Ersterkrankungen werden nach dem aufklärenden Erstgespräch am Krankenhaus Dornbirn sofort an die pädiatrische Universitätsklinik Innsbruck überwiesen.

Verschiedene Test und ihre Ergebnisse sind für die Therapie entscheidend. (c) Foto Mathis

Kooperationszentrum ist verantwortlich für Diagnose, Staging sowie medikamentöse Chemotherapie-Behandlung. Die Universitätsklinik als Tertiärzentrum Westösterreichs ist auf Kinderonkologie spezialisiert und verfügt über viel Erfahrung. Kinder und Jugendliche sind keine „kleinen Erwachsenen“. Man benötigt daher eine speziell auf ihre Krebsart zugeschnittene, alters- und fachgerechte Behandlung und Betreuung. Nur so können zu Therapiebeginn alle bestehenden Heilungschancen ausgeschöpft und gleichzeitig behandlungsbedingte Nebenwirkungen und Spätfolgen auf ein Mindestmaß begrenzt werden. Bei Leukämie, der häufigsten Krebserkrankung von Kindern und Jugendlichen besteht neben der Universitätsklinik Innsbruck ein Zusatzangebot der Behandlung in St. Gallen, das bereits von vier Eltern und ihren betroffenen Kindern in Anspruch genommen wird. Die positiven Rückmeldungen zeigen, dass die Kooperation mit dem Ostschweizer Kinderspital wie auch mit dem Referenzzentrum in Innsbruck gut läuft. In diesem Zusammenspiel funktioniert Dornbirn als Drehscheibe.

Bei fünf Kindern wurde seit Dezember 2018 die Diagnose Leukämie in der Universitätsklinik Innsbruck erstellt. Das Kooperationszentrum sichert wie bisher die medizinische Versorgung der Kinder und Jugendlichen. Als zusätzliche Behandlungsmöglichkeit wurde für die betroffenen Familien die Behandlung in Zusammenarbeit mit dem Kinderspital St. Gallen geschaffen. Die Informationen über diese Behandlungsmöglichkeit werden mit den Familien in persönlichen Beratungsgesprächen besprochen. Unterstützt werden die betroffenen Familien durch das neu geschaffene Case-Management, das in dieser Form einzigartig ist. Die Rückmeldungen der Eltern zeigen, dass sie mit der Behandlung zufrieden sind. Das trifft sowohl für die Behandlung in Innsbruck wie auch in St. Gallen zu.