Dornbirn wird „essbare Stadt“

19.10.2018: Grünflächen in und rund um die Stadt zu erhalten, ist angesichts der enormen Bautätigkeit in Dornbirn eine besondere Herausforderung. Mit dem Landschafts- und Grünraumkonzept wurden bereits seit einigen Jahren die wesentlichen Ziele dazu formuliert sowie kräftig in die „Grünausstattung“ im Siedlungsgebiet investiert. Mit der Initiative „essbare Stadt“ sollen die städtischen Grünräume für die Bevölkerung noch attraktiver werden.

 „Die Initiative dazu kommt aus der Bevölkerung und wir werden die Dornbirnerinnen und Dornbirner auch bei der Umsetzung einbinden. Es freut mich, dass in Dornbirn ein neues Beteiligungsprojekt gestartet wurde. Die Stadt wird sich entsprechend einbringen,“ berichtet Bürgereisterin Dipl.-Vw. Andrea Kaufmann. Dornbirn wächst. Pro Jahr kommen durchschnittlich rund 400 neue Dornbirnerinnen und Dornbirner dazu. Dieser Entwicklung entsprechend werden auch laufend neue Wohnanlagen gebaut – privat und von der Stadt unterstützt auch gemeinnützig und leistbar. „Attraktive Spiel- und Grünflächen sind für die weitere Verdichtung im Wohngebiet wichtig. Mit dem Ankauf des Stadtgartens wurde vor einigen Jahren eine zentrale Parkanlage geschaffen,“ ergänzt Stadtplanungsstadtrat Mag. Martin Ruepp. Dort wo es möglich ist, investiert die Stadt laufend in die Sicherung von Grünflächen für Spielplätze und Erholungsmöglichkeiten.

Umweltstadträtin Dr. Juliane Alton: „Mit der Initiative „essbare Stadt“ erhalten diese Flächen nun eine zusätzliche Funktion: hier können sich die Dornbirnerinnen und Dornbirner aus der Nachbarschaft selbst als Gärtnerinnen und Gärtner betätigen.“ Ein Pilotprojekt gibt es bereits neben dem Hermann-Gmeiner-Park. Die Initiative „essbare Stadt“ ist ein Beteiligungsprozess in den die Bevölkerung aktiv mit eingebunden wird. Lebendige und erlebbare Räume entstehen sowohl für die Bewohner als auch für die Besucher der Plätze. Mehr grün in der Stadt ist auch ein Beitrag zur Erhaltung der Insekten- und Vogelwelt. Sichtbar wurde die Initiative bereits mit einem Hochbeet zwischen dem Rathaus und Dornbirn Tourismus. Die erste Anlage soll später im Stadtpark entstehen. Nach und nach soll ein Netz an vielen, kleinen, essbaren und blühenden Flächen entstehen, die von einzelnen Nachbarn, Gemeinschaften, Initiativen, etc. genutzt und beerntet werden. Die von den Dornbirner Jugendwerkstätten gebauten Hochbeete sind auch technisch auf der Höhe. Mit einer digital gesteuerten Bewässerung, die über ein am LORA-Netzwerk angeschlossenes System verfügt, sind die Anlagen „smart.“

Bevölkerung aktiv mit eingebunden um Lebensräume für Mensch und Natur zu schaffen
Die Initiative hat sich zum Ziel gesetzt, die Wertschätzung gegenüber regionalen und saisonalen Lebensmitteln zu fördern. Gleichzeitig soll das Bewusstsein für ökologische Kreisläufe verbessert werden und Kooperationen gefördert werden. Die Finanzierung des Projektes ist, neben Förderungen Firmensponsoring, vor allem auf die Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger angewiesen. Daher wurde ein Crowdfunding initiiert. Unterstützt werden kann das Projekt über die Plattform www.mit.einander.at/dornbirn oder „analog“ mit einem Beitrag in die Kasse beim ersten Schaubeet zwischen Dornbirn Tourismus und Rathaus. Bei erfolgreicher Finanzierung entsteht ab Frühjahr 2019 ein Pilotgarten im Stadtpark neben der inatura. Mehr Informationen unter: www.essbare-stadt.com | mitmachen(at)essbare-stadt.com