20.000 Operationen in der Tagesklinik

08.10.2018: Nach einem operativen Eingriff möglichst rasch wieder im täglichen Leben zu stehen, das wünschen sich viele Patientinnen und Patienten. Diesen Wunsch erfüllt die Tagesklinik im Städtischen Krankenhaus seit 10 Jahren. Schonende und schmerzvermeidende OP-Techniken sowie modernste Narkoseformen machen es möglich. So ist die Tagesklinik in Dornbirn eine Erfolgsgeschichte, die von engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, von erfahrenen Operateurinnen und Operateuren sowie von zufriedenen Patientinnen und Patienten erzählt. Rund 20.000 Eingriffe wurden im vergangenen Jahrzehnt tageschirurgisch durchgeführt. Das bedeutet, Aufnahme, OP und Entlassung erfolgen am selben Tag. „Die Tagesklink ist ein wichtiger Teil der Gesundheitsversorgung. Sie bietet eine Alternative zur stationären Betreuung und ist ein Mehr an Patientenorientierung durch kürzere Wartezeiten. Die Tagesklinik bringt für die Bevölkerung und in puncto Gesundheitsökonomie viele Vorteile mit sich“, betont Bürgermeisterin Dipl.-Vw Andrea Kaufmann.

Das Team der Pflege (c) lisamathis.at

Nach einem operativen Eingriff möglichst rasch wieder im täglichen Leben stehen (c) lisamathis.at

Rund 20.000 Eingriffe wurden im vergangenen Jahrzehnt im Städtischen Krankenhaus durchgeführt. (c) lisamathis.at

Ein Team von Spezialisten aus sechs chirurgischen Fachdisziplinen, hervorragend ausgebildetes Pflegepersonal sowie das Team der Anästhesie sorgen für eine optimale Versorgung der Patientinnen und Patienten. Das Behandlungsspektrum reicht von Knie-Arthroskopien, Metallentfernungen bis hin zu Katarakt-Operationen – auch als Grauer Star bekannt. Hier kann eine Verbesserung nur durch eine Operation erzielt werden. Pro Jahr wird der Katarakt-Eingriff rund 600 Mal durchgeführt, dabei lag im vergangen Jahr der Eingriff tageschirurgisch bei einem Anteil von 99,7 Prozent. Bei der Unfallchirurgie lag der Anteil 2017 bei über 50 Prozent. Hier sind es häufig Kniegelenksspiegelungen, Behandlung kleinerer Brüche und die Metallentfernung nach Knochenoperationen. „Es ist keine ,kleine‘ Chirurgie, die nebenher erledigt wird“, betont Primar Harald Sparr, der ärztliche Leiter der interdisziplinären Tagsklinik und Anästhesie-Ambulanz, „eine tagesklinische Behandlung wird bis ins Detail durchdacht, vorbereitet, durchgeführt und nachbetreut.“ An erster Stelle stehen immer die Versorgungsqualität und die Sicherheit der Patientinnen und Patienten.

Schonend und effizient
Ambulant kommt von lateinisch ambulare, das bedeutet (spazieren) gehen und beschreibt treffend die Art der Medizin, die in diesem Bereich durchgeführt wird: Der Patient kommt zur Behandlung und kann am gleichen Tag wieder nach Hause gehen. „Ich habe mich rundum sehr gut betreut gefühlt“, war ein Kommentar aus den zahlreichen Rückmeldungen der Patientenbefragung. Patientinnen und Patienten haben der Tagesklink –„Sehr freundliches Personal. Die Abläufe waren gut und fließend organisiert“ – sowie dem Operationsbereich – „Ein Danke an alle auf der Tageschirurgie und das nette OP Team für die tolle Betreuung" – ein hervorragendes Zeugnis ausgestellt. Auch im ersten Halbjahr 2018 zeigte sich im gesamten Stadtspital eine hohe Patientenzufriedenheit. So würden 97,5 Prozent das Krankenhaus Dornbirn ihren Freunden und Bekannten empfehlen.

Vom OP-Tisch direkt nach Hause
Ein tageschirurgischer Eingriff gilt grundsätzlich als unbedenklich für einen gesunden Menschen“, erklärt Primar Harald Sparr. Diagnoseerstellung und Terminvereinbarung erfolgen in der jeweiligen Fachabteilung. Die Patientinnen und Patienten erhalten gezielte Informationen zum postoperativen Verhalten. Zum Beispiel: Was sie ab wann machen dürfen. Bei Bedarf werden sie mit Medikamenten versorgt und erhalten einen Termin zur Nachkontrolle. Wichtige Befunde wie Labor, EKG, Röntgen werden bereits vor dem Tag der Operation erstellt. In einem persönlichen Gespräch mit einem Narkosearzt werden alle notwendigen Befunde abgeklärt und über die verschiedenen Narkoseverfahren informiert. Der Tag des Eingriffs selbst ist genau geplant, mit den gleichen hohen Qualitätsstandards wie bei einem stationären Aufenthalt und mit entscheidenden Vorteilen für die Patientinnen und Patienten. So werden die allermeisten Operationen des Grauen Stars gefahrlos tageschirurgisch durchgeführt und zwar in Lokalanästhesie. Und das, obwohl die Erkrankung typischerweise älter Menschen mit verschiedenen zusätzlichen Erkrankungen betrifft. „Unsere tagesklinische Versorgung ist patientengerecht und zukunftsorientiert“, erklärt Krankenhausreferent Vizebürgermeister Mag. Martin Ruepp.